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Voluntary motherhood was the first general name for a feminist birth control demand in the United States in the late nineteenth century.“
Linda Gordon (1973): Voluntary Motherhood. The Beginnings of Feminist Birth Control Ideas in the United States (PDF), p. 1.


„It was not a coincidence that women´s consciousness of their reproductive rights was born within the organized movement for women´s political equality.“
Angela Davis (1982): Racism, Birth Control and Reproductive Rights (archivierte PDF-Datei), p. 5.


„Für die hemmungslose Monetarisierung des Globus, die gleichbedeutend mit der neuen Weltordnung ist, erweisen sich Frauen, die durch ihre Herkunft aus Entwicklungsländern markiert und zugleich in die zivilen Strukturen der USA oder der EU integriert – bzw. in der Integration begriffen – sind, als eine nützliche Sache.
Gramsci hat aus seiner Gefängniszelle heraus bereits düster vorhergesagt, dass die USA ihre Minderheiten in genau dieser Weise instrumentalisieren würden.“
Gayatri Chakravorty Spivak (2009): Alte und neue Diasporas. Frauen in einer transnationalen Welt, S. 28.



Wenn Weltbank, UN, OECD, EU, WHO und IWF Gender-Equality und Frauen-Empowerment propagieren und zu fördern trachten, dann ist das nicht unverdächtig. Es liegt der Verdacht nahe, dass es auf einer globalen Ebene tatsächlich nicht um Menschenrechte oder Gerechtigkeit bzw. um soziale Werte gehen kann, sondern dass der Gender-Agenda andere Primärziele übergeordnet sind. Bei näherer Untersuchung bestätigt sich der Verdacht. Zwei Primärziele verfolgt die Gender-Agenda auf einer globalen Ebene. Das erste Primärziel ist ein bevölkerungspolitisches und es wird vom so genannten Population Control Establishment mit Unterstützung von System-Feministinnen erfolgreich betrieben:


„So wurde Frauenförderung von den 80er Jahren an auch als flankierende Maßnahme für die Bevölkerungspolitik angesehen. Im Interesse einer Effektivierung der Entwicklungs- und Bevölkerungspolitik wurden Frauen funktionalisiert, ihre Lebenssituation sollte verbessert werden, damit sie weniger Kinder bekommen. Dabei ging es nicht darum, was die Frauen selbst wollen.“
Ursula G. T. Müller: Geschlechterverhältnisse in einer globalisierten Welt (PDF; 173 kB), S. 7.


„In der Erzählung des population establishments, zu dem die UNFPA, aber auch die Weltbank und die Trägerorganisation der Safe Motherhood Initiative [Weltbank, UNFPS, UNICEF, WHO, Population Council, International Planned Parenthood Federation] zu rechnen sind, werden Risikoszenarien von Müttersterblichkeit, Geburtenüberschuss und ungewollten Schwangerschaften beschrieben und direkt daran anknüpfend bevölkerungspolitische Massnahmen formuliert.“
Annemarie Sancar, Leena Schmitter: Bevölkerungspolitik, reproduktive Rechte & Feminismus. Bevölkerungspolitik als Allheilmittel (PDF; 328 kB), S. 4.


Der bevölkerungspolitischen Entwicklung der heutigen Gender-Agenda ab insbesondere 1952 wird in folgender Textdatei nachgegangen:


Beim zweiten Primärziel handelt es sich um globales Lohndumping (siehe auch Fraser 2009) hinsichtlich höher qualifizierter (technischer) Berufe (Marx würde von Reservearmee sprechen). Neben Feministinnen und Neomarxisten finden sich im pädagogischen Bereich zu diesem Zweck Freudomarxisten instrumentalisiert (siehe auch Governance Feminism [Janet Halley 2006]):

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